Die NGC 1023 Galaxiengruppe

 

 

 

Die NGC 1023-Galaxiengruppe ist ähnlich unserer Lokalen Gruppe eine kleiner Ausläufer des Virgo-Haufens und liegt etwa 21 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Mitglieder der NGC 1023-Galaxiengruppe finden sich in den Sternbildern Perseus, Andromeda und Dreieck.

Die hellsten Mitglieder sind die namensgebende Balkenspirale NGC 1023 im Sternbild Perseus sowie die bekannte Edge-On-Spiralgalaxie NGC 891 im Sternbild Andromeda. Letztere wird vergleichsweise oft fotografiert, da wir sie fast in Kantenstellung sehen, so dass man ihr zentrales Staubband detailliert sehen kann. Weitere Mitglieder sind die detailreiche Balkenspirale NGC 925 im Sternbild Dreieck und die Spiralgalaxie NGC 1003 im Sternbild Perseus. NGC 959 ist eine sehr kompakte Galaxie im Sternbild Dreieck, die nur schwach Strukturen von Spiralarmen zeigt. Ähnliches gilt für NGC 949, eine spiralförmige Zwerggalaxie im gleichen Sternbild. Die kompakte Spiralgalaxie NGC 1058 ist nur rund halb so groß wie unsere Milchstraße und wird wegen ihres besonders aktiven Galaxienkerns als Seyfert-2-Galaxie gelistet.

Alle Galaxienbilder wurde jeweils 1 Stunde mit dem großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet und sind Bestandteil einer möglichst umfassenden Bildgewinnung der ganzen Galaxiengruppe.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für Die NGC 1023 Galaxiengruppe

Mars und Saturn am Südhimmel

 

Wenige Tage nach der Marsopposition 2018 wurde der Erdnachbar sowie der in der Nähe stehende Planet Saturn mit dem großen Teleskop der Sternwarte abgelichtet. Da sich beide Objekte in diesem Jahr sehr tief am hiesigen Südhorizont aufhielten, konnten trotz Digitaltechnik und Bildbearbeitung nur recht unscharfe, detailarme Bilder gewonnen werden.

Veröffentlicht unter Planeten | Kommentare deaktiviert für Mars und Saturn am Südhimmel

Tag der Offenen Tür 2018


Großer Andrang auf der Sternwarte Huchenfeld – über 60 Besucher konnten gestern Abend durch die Fernrohre die Planeten Venus, Jupiter, Saturn und Mars sowie Teile der Mondfinsternis betrachten. Trotz gelegentlich durchziehender Wolken war die Stimmung gut – gegen Mitternacht klarte es dann auch wieder auf und auch die Marsopposition konnte bis gegen 2 Uhr beobachtet werden.

Trotz des Besucherandrangs gelang ein Bild des völlig verfinsterten Mondes am großen Refraktor der Sternwarte. das Bild des Mars wurde nach Ende der Besuchszeit am großen ACF16-Teleskop der Sternwarte gewonnen.

Veröffentlicht unter Mond, Planeten, Sonstiges | Kommentare deaktiviert für Tag der Offenen Tür 2018

„Walfisch“-Galaxie NGC 4631

Die Galaxie NGC 4631 hat auch den Spitznamen „Wal“. Ein Blick auf das Bild verrät auch dem ungeübten Betrachter sofort, woher diese Bezeichnung stammt.
Durch Schwerkraft-Wechselwirkungen mit der im Bild sichtbaren kleinen Begleitgalaxie wurde NGC 4631 so markant verformt.

Das Bild dieser detailreichen Galaxie wurde mit dem großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld aufgenommen und dabei 60 Minuten lang belichtet.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für „Walfisch“-Galaxie NGC 4631

Mars nähert sich Opposition

Aktuell ist unser Nachbarplanet Mars in Erdnähe und steht in der zweiten Nachthälfte tief unten am Südost-Himmel sehr hell mit markant tief orangem Farbton. Allerdings bleiben die in der Computersimulation (links) erkennbaren dunklen Oberflächendetails unsichtbar, da ein globaler Staubsturm auf dem Mars uns die Sicht auf die dortige Oberfläche nimmt. Einzig die Polkappe schimmert schwach durch den Staub.

Das Bild entstand mit dem Hauptteleskop der Sternwarte Huchenfeld durch aufsummieren der 5% besten Bilder aus 1.000 per Videostream aufgenommenen Marsbildern.

Veröffentlicht unter Planeten | Kommentare deaktiviert für Mars nähert sich Opposition

Sonne weiter im Fleckenminimum

Unsere Sonne zeigt aktuell zwei kleine Fleckengruppen (eine davon ganz am Rand). Die Aufnahme erfolgte mit dem neuen 6-Zoll-Sonnenrefraktor der Sternwarte. Die Belichtungszeit lag bei 1000tel Sekunde Belichtungszeit durch ein spezielles Sonnenschutzfilter, welches nur ein 10.000tel des Sonnenlicht hindurchlässt.

Veröffentlicht unter Sonne, Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Sonne weiter im Fleckenminimum

Mondsichel mit neuem Refraktor AR6

Die Mondsichel wurde heute Abend mit dem neuen 6-Zoll Refraktor der Sternwarte abgelichtet. Das Einzelbild entstand bei 1/350tel Sekunde Belichtungszeit mit 400 ASA und ist ohne jede weitere Bildbearbeitung oder Filterung wiedergegeben.

Es zeigt oberhalb der Mitte markant das kleine, runde Maare Crisium, darunter links im Halbdunkel einen Teil des Mare Transquilitatis und im Sonnenlicht das Maare Fecunditatis. Den Abschluss der 4 sichtbaren Maare nach unten hin macht das kleine Maare Nectaris, bevor die Oberfläche in das alte, stark verkraterte Mondhochland der Südpolregion übergeht.

Veröffentlicht unter Mond | Kommentare deaktiviert für Mondsichel mit neuem Refraktor AR6

Neues Sonnenteleskop AR6 eingeweiht

Seit 13. Mai 2018 ist auch das neue Sonnenteleskop der Sternwarte einsatzbereit: ein großer Refraktor mit 15 Zentimeter Linsendurchmesser – ebenfalls ein Gerät des US-Herstellers Meade. Damit ist die Teleskopausstattung der Sternwarte nun komplett.

Der Refraktor hat eine Brennweite von 1200 mm und wurde für seine Nutzung mit einem Objektiv-Glassonnenfilter, einem Sonnensucherfernrohr sowie einem 40-mm-PST H-alpha Protuberanzenteleskop ausgestattet.

In der Nacht des 19. Mai hat der Refraktor „First Light“ gefeiert: Die Taufe eines Teleskops durch das erste Sternenlicht. In der Abenddämmerung standen Mond und Venus auf dem Programm, dann Jupiter tief im Süden. Die schöne Galaxie Messier 51, der berühmte Ringnebel Messier 57 und der herrliche Kugelsternhaufen Messier 13 rundeten die kleine Fernrohrtaufe ab.

Veröffentlicht unter Technik, Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Neues Sonnenteleskop AR6 eingeweiht

Testaufnahme des Ringnebels M 57

Im Rahmen eines Tests der Nachführ- und Abbildungstechnik wurde das Hauptteleskop der Sternwarte mit einer 2,1-fach APO-Barlowlinse betrieben, welche die Systembrennweite mehr als verdoppelt. Mit dieser Konfiguration entstand das Bild des bekannten Ringnebels M 57 bei einer Brennweite von 8,4 Metern in einer Belichtungszeit von 48 Minuten.
Das Bild des Gasnebels zeigt hierbei zahlreiche Details in seinem leuchtenden Gas- und Staubring. Tiefblau leuchtet in der Mitte des Rings der Zentralstern – ein Weißer Zwergstern, der Überrest des früheren Hauptreihensterns, der vor rund 20.000 Jahren seine äußeren Hüllen in den Weltraum geschleudert hat.

Veröffentlicht unter Gasnebel | Kommentare deaktiviert für Testaufnahme des Ringnebels M 57

Jupiter im April 2018

Ein erstes Bild der beginnenden Beobachtungssaison 2018 für den Riesenplaneten Jupiter wurde am 19. April gewonnen. Aufgrund der Horizontnähe des Planeten sind starke Störungen durch die Erdatmosphäre vorprogrammiert. Das Übersichtsbild wurde daher nur mit einer Brennweite von 4 Metern aufgenommen und zeigt ein schwächeres SEB (Südliches Äquatorband) mit einem großen Störungsfeld vor dem großen Roten Fleck sowie ein dunkleres, kräftig strukturiertes NEB (Nördliches Äquatorband).

Veröffentlicht unter Planeten | Kommentare deaktiviert für Jupiter im April 2018

Quasar 3C 273

Ein Blick in tiefsten Raum und ferne Vergangenheit:
Der Quasar (von quasistellar = sternähnlich) 3C 273 ist der von einem enormen schwarzen Loch gespeiste, aktive Kern einer unglaublich weit entfernten Galaxie. Hinter dem kleinen, blassblauen Fleckchen verbirgt sich eine 2,6 Milliarden Lichtjahre entferne, elliptische Galaxie, deren Kern aus einem Schwarzen Loch besteht, dass unglaubliche 7 Milliarden Sonnenmassen enthält. Zu finden ist der Quasar im Sternbild Jungfrau und ist das bislang entfernteste, an der Sternwarte Huchenfeld beobachtete Objekt.

Das Bild wurde 10 Minuten am großen Teleskop der Sternwarte im 2,6 Meter Fokus belichtet.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Quasar 3C 273

NGC 4490 – Arp 269

Das Galaxienpärchen NGC 4490 (unten) und NGC 4485 (oben) liegt von uns 10 beziehungsweise 9 Millionen Lichtjahre entfernt. Bei einer engen Begegnung von rund 250 Millionen Jahren wurden beide Galaxien nicht nur in ihrer Form gestört, sondern auch zu massiver Neubildung von Sternen in den zusammengepressten, jetzt rot-leuchtenden Gasnebeln angeregt. Daher ist dieses Paar auch im Katalog wechselwirkender Galaxien als Arp 269 aufgeführt.

Die Fotografie wechselwirkender Galaxien ist ein Aufgabengebiet, dass sich die Sternwarte Huchenfeld gestellt hat.
Mit einer Belichtungszeit von 90 Minuten wurde dieses detailreiche Bild beider Galaxien am großen Teleskop ACF16 mit einer Brennweite von 2,6 Metern gewonnen.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für NGC 4490 – Arp 269

Antennengalaxien

Ganz tief an unserem Südhorizont, im Sternbild Rabe, verschmelzen die beiden, etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien NGC 4038 und NGC 4039. Den Tanz der beiden früheren Spiralnebel kann man durch ihre langen Gezeitenschweife erkennen – eine Spur verlorener Sterne, die die beide hinter sich herziehen. Diese sind auf der sehr kontrastverstärkten Aufnahme (rechts) zu erkennen und gaben dem Pärchen den Spitznamen „Antennengalaxien“. Die kurz belichtete Farbaufnahme zeigt eine zweite Auswirkung ihrer Kollision: dort wo die Galaxien zusammenprallen, entstehen in rot leuchtenden Gaswolken zahllose neue Sterne (links). Die Aufnahmen entstanden mit dem Hauptteleskop der Sternwarte Huchenfeld bei einer Brennweite von 2,6 meter und 30 Minuten Belichtungszeit.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für Antennengalaxien

Supernova in NGC 2146

In der recht turbulenten Galaxie NGC 2146, rund 70 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, wurde vom japanischen Amateurastronomen Koichi Itagaki am 2. März 2018 die Supernova „SN2018zd“ mit einer noch ansteigenden Helligkeit von 17,8 Größenklassen entdeckt. Am 10. März 2018 erreichte sie ihre Maximalhelligkeit von 13,5 Größenklassen. Das vorliegende Bild entstand am 22. März 2018 mit einer Belichtungszeit von 1 Stunde am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld und zeigt die Supernova mit einer gemessenen Helligkeit von 14,48 Größenklassen. Die schwächsten, hierauf noch erkennbaren Sterne haben eine Helligkeit von nur 18 Größenklassen.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für Supernova in NGC 2146

Merkur und Venus am Abendhimmel

Der kleine Merkur (rechts oben) und die etwas hellere Venus (ganz unten in der Mitte) waren heute am Abendhimmel, tief am Horizont in der Dämmerung, zu beobachten. Die Aufnahme entstand mit einer handelsüblichen Kamera bei 200 mm Brennweite udn 2 Sekunden Belichtungszeit.

Veröffentlicht unter Planeten | Kommentare deaktiviert für Merkur und Venus am Abendhimmel

Vergleich: Jupiter gestern und heute

Ein interessanter Vergleich:
Links ein schwarzweiß-Bild des Planeten Jupiter, aufgenommen in den 60er Jahren mit dem riesigen 5-Meter-Spiegel des Mount Palomar Observatoriums in den USA. Rechts ein modernes Bild des 0,4-Meter Teleskops der Sternwarte Huchenfeld, aufgenommen 2012. Beide Bilder zeigen eine vergleichbare Position des berühmten großen roten Flecks. Spannend sind hierbei zwei Erkenntnisse – heutige Amateurteleskope sind dank moderner, digitaler Technik nicht mehr weit von der früheren Bildqualität der Riesenteleskope entfernt und zweitens ist der Große Fleck des Jupiter in den letzten 50 Jahren merklich an Größe geschrumpft.

Veröffentlicht unter Planeten | Kommentare deaktiviert für Vergleich: Jupiter gestern und heute

Pforzheimer Kurier berichtet über Sternwarte

Bei der Huchenfelder Sternwarte war diese Woche der Pforzheimer Kurier zu Besuch. Redakteur Jürgen Peche berichtete ausführlich über die Sternwarte Huchenfeld, die Volkssternwarten auf dem Keplergymnasium und in Bieselsberg sowie einen kleine astronomische Vorschau für das laufende Jahr.

Veröffentlicht unter Technik | Kommentare deaktiviert für Pforzheimer Kurier berichtet über Sternwarte

Messier 81 Gruppe – eine nahe Galaxienansammlung



Eine traumhaft klare und ruhige Wetterlage ermöglichte eine Reihe sehr guter Aufnahmen an der Sternwarte Huchenfeld – darunter auch einige Bilder der rund 10 bis 15 Millionen Lichtjahre nahen Galaxiengruppe um Messier 81 im Sternbild Großer Wagen.

Besonders Messier 81 selbst zeigt sich besonders detailreich: Zahlreiche enge Spiralarme winden sich um den mächtigen Galaxienkern. In den äußeren Spiralarme sind als winzige rote Fleckchen große Wasserstoffwolken erkennbar, in denen junge Sterne entstehen.

Messier 82 ist eine Spiralgalaxie, die von massiven Strömen austretendem Gas verdeckt wird. Diese Bewegung entstammt einer abrupten, explosiven Sternentstehungswelle, die durch einen nahen Vorübergang an der größeren Galaxie Messier 81 ausgelöst wurde. Das Bild zeigt zahlreiche, filigrane Gasströme hinter denen sich blau leuchtend die eigentliche Spiralgalaxie verbirgt.

Die ganz in der Nähe stehende, kleine Galaxie NGC 3077 ist von irregulärer Struktur. Auch sie hat vor etwa 300 Millionen Jahren eine nahe Begegnung mit der Galaxie Messier 81 überstehen müssen und zeigt seitdem heftige Gasturbulenzen und Sternentstehung. Das Foto zeigt zahlreiche, schwache auf das Zentrum ausgerichtete Gasströme, ganz ähnlich wie Messier 82

Die Fotos entstanden mit dem  ACF16-Hauptteleskop der Sternwarte bei einer Belichtungszeit von jeweils 30 Minuten bei 2,6 Metern Brennweite.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für Messier 81 Gruppe – eine nahe Galaxienansammlung

Flammennebel NGC 2024 im Infrarot

Der „Flammenebel“ NGC 2024 ist nach dem berühmten Orionnebel das hellste Gasobjekt im Sternbild Orion. Direkt am linken Gürtelstern des Orion befindet er sich in direkter Nachbarschaft zum gleichfalls bekannten Pferdekopfnebel, mit dem er verbunden ist. In diesen Gasnebeln entstehen junge Sterne, große Nebelgebiete bringen zumeist gleich einen ganzen Sternhaufen hervor. Allerdings verbergen sich diese für den normalen Betrachter in den leuchtenden Nebelmassen, die nur von infrarotem Licht teilweise durchdrungen werden können.

Die Sternwarte Huchenfeld besitzt für derartige Beobachtungen eine modifizierte Kamera, die es erlaubt, infrarotes Licht von rund 800 nm bis hin zu fast 1000 nm aufzunehmen und damit auch Sterne im Inneren von Gasnebeln sichtbar zu machen. Auf dieser 40 Minuten belichteten Aufnahme treten daher rechts und links des zentralen, zu dunklen Staubbalkens zahlreiche Mitglieder des im Inneren entstehnden Sternhaufens hervor.

Veröffentlicht unter Gasnebel, Technik | Kommentare deaktiviert für Flammennebel NGC 2024 im Infrarot

Pferdekopfnebel im Infrarot

Mit einem speziellen Kamerasystem der Sternwarte lässt sich der Himmel auch im (für Menschen unsichtbaren) Nahen Infrarotlicht abbilden – hier am Beispiel Pferdekopfnebel. Bei diesen langen Lichtwellenlängen werden viele Gasnebel transparenter, sodass sich darin eingebettete Sterne besser fotografieren lassen. Der direkte Vergleich zweier Bilder des bekannten Pferdekopfnebels im sichtbaren Licht (farbig) und im Infraroten Licht (schwarz-weiß) zeigt diesen Effekt deutlich. Beide Bilder entstanden am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld.

Veröffentlicht unter Gasnebel | Kommentare deaktiviert für Pferdekopfnebel im Infrarot

Sternhaufen Tombaugh 1 und 2

Der US-Astronom Clyde Tombaugh ist vor allem dafür bekannt, dass er 1930 den (Zwerg-)Planeten Pluto endeckte. Hierzu musste er hunderte von Fotoplatten auswerten, die er mit einem 13-Zoll Astrographen am Lowell Observatorium (Arizona, USA) anfertigte. Als Nebenprodukte dieser Suche entdeckte er auch zahlreiche Kleinplaneten, Kometen, Galaxienhaufen sowie fünf größtenteils sehr schwache Sternhaufen.  Vier dieser Sternhaufen waren wirkliche Neuentdeckungen, der Haufen Tombaugh-3 ist eine „Wiederentdeckung von IC 166.

Im Rahmen eines Beobachtungsprogramms an der Sternwarte Huchenfeld werden alle 5 Tombaugh-Sternhaufen nochmals aufgesucht und fotografisch angebildet. Zunächst wurden hierbei Tombaugh 1 und 2 aufgesucht, die beide im Sternbild „Canis Major“ (Großer Hund) am winterlichen Himmel zu finden sind. Die Bilder wurden 8 Minuten (Tombaugh-1) und 9 Minuten (Tombaugh-2) mit dem großen ACF-16 Teleskop der Sternwarte Huchenfeld belichtet.

Veröffentlicht unter Sternhaufen | Kommentare deaktiviert für Sternhaufen Tombaugh 1 und 2

Sternhaufen Messier 52

Der 7,3 Größenklasse helle offener Sternhaufen Messier 52 liegt im Sternbild Kassiopeia. Er befindet sich in einer Entfernung von rund 4600 Lichtjahren zu uns und besteht aus rund 600 Einzelsternen. Mit seinem Alter von rund 35 Millionen Jahre gehört er zu den jüngeren Vertretern seiner Art.

Das Bild entstand am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld und wurde bei einer Brennweite von 2,6 Metern nur 6 Minuten lang belichtet. Es zeigt Haufensterne bis zu einer Helligkeit von 14 Größenklassen hinab.

Veröffentlicht unter Sternhaufen, Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Sternhaufen Messier 52

NGC 7448 – eine aktive Galaxie

In mehr als 100 Millionen Lichtjahren Entfernung von uns liegt die für uns winzig klein erscheinende Galaxie NGC 7448. Mit einer Winkelausdehnung von gerade mal 2,6 Bogenminuten erscheint die im Sternbild Pegasus befindliche Balkengalaxie nur so groß wie eine Euro-Münze in über 100 Metern Entfernung vom Betrachter. In ihren zarten Spiralarmen finden sich zahlreiche Verklumpungen, Hinweise auf Gebiete mit sehr aktiver Sternentstehung.
Beide Fotos entstanden am großen Teleskop der Sternwarte Huchenfeld – das Übersichtsbild bei einer Brennweite von 2,6 Metern, das eingeklinkte Detailbild bei 4 Metern Brennweite. Die Belichtungszeit betrug jeweils 30 Minuten bei 1600 ASA Kameraempfindlichkeit.

Veröffentlicht unter Galaxien | Kommentare deaktiviert für NGC 7448 – eine aktive Galaxie

Morgenregenbogen über der Sternwarte

Heute morgen konnte über der Sternwarte Huchenfeld ein ungewöhnliches Himmelsphänomen beobachtet werden unmittelbar bei Sonnenaufgang zeichnete sich ein schwacher Regenbogen ab, obwohl keine Niederschläge zu sehen waren.
Mit starker Bildbearbeitung wurde auf dem Foto schließlich der ganze Verlauf des Bogens sichtbar.

Veröffentlicht unter Sonne, Sonstiges | Kommentare deaktiviert für Morgenregenbogen über der Sternwarte

Hyaden – ein naher Sternhaufen

Zur Weihnachtszeit lohnt ein Blick auf den schönen Sternhaufen der Hyaden im Sternbild Stier. Markant der orange-farbene Riesenstern Aldebaran, der das auffinden des V-förmigen Sternhaufens am Nachthimmel erleichtert. Mit einer Entfernung von nur 153 Lichtjahren sind die Hyaden nach dem Bärenstrom der uns vermutlich zweitnächste Sternhaufen. Er besteht neben den markanten Hauptsternen aus rund 350 weiteren Sternen, der sich lichtschwach im Hintergrund verteilen. Aldebaran selbst gehört aber nicht zu diesem Sternhaufen, sondern steht mit einer Entfernung von 67 Lichtjahren ziemlich genau mittig zwischen und und den Hyaden.
Das Bild entstand mit einer handelsüblichen Kamera und 200 mm Teleobjektiv bei insgesamt 5 Minuten Belichtungszeit auf dem Gelände der Sternwarte.

Veröffentlicht unter Sternhaufen | Kommentare deaktiviert für Hyaden – ein naher Sternhaufen